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„Geographie des Geheimnisvollen“ – Europäische Landschaften Fotografien von Andréas Lang 1999 - 2005

Am 27. Februar 2012 wurden im Rahmen des deutsch-polnischen Kolloquiums „Lebenslang! Kulturelle Bildung im Spannungsfeld von Kunst, Bildung und Wissenschaft“ die Kunstwerke des Fotografen Andreas Lang  einem breiten Publikum vorgestellt. Die in Paris lebende Kuratorin, Dr. Jeanette Zwingenberger, hielt die Laudatio. Andreas Lang ist Elsässischer Herkunft und hat lange in Frankreich gelebt.

Die während seines Polenaufenthaltes entstandenen Bilder, die bis zum 14. Juni 2012 im Schloss Genshagen zu sehen waren, sprechen von den Abgründen der europäischen Geschichte. Gestürzte Denkmäler mit den nunmehr unterm Blattwerk liegenden Köpfen, zugewachsene Friedhofsmauern mit Familiengrüften, Ruinen von verfallenen Dörfern. Sie erinnern an Ereignisse des vergangenen Krieges als wären sie gerade geschehen.

Lang durchwandert die Landschaft, dabei wird die physische Erfahrung zu einem Empfindungs- und Wahrnehmungsprozess. Seine Bilder verdeutlichen, dass das, was man sieht, immer nur die eigene Seelenlage reflektiert. Die Landschaft wird zur Dunkelkammer unserer selbst. Das Aufscheinen der Vergangenheit in einem Bild, das wiederum uns mit der geschichtlichen Verarbeitung konfrontiert.