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Kunstausstellung Roman Lipski im Schloss Genshagen (16.05.2011 – 25.02.2012)

Die Gemälde des Künstlers Roman Lipski waren bis zum 25. Februar 2012 im Schloss Genshagen zu sehen. Der Künstler mit polnischen Wurzeln lebt und arbeitet in Berlin und ist Träger des Preises des Verbands Polnischer Bildender Künstler.

Zentraler Gegenstand seiner Bilder ist die Landschaft und der gezielte Einsatz von Farben. Seine mit der Digitalkamera getätigten Schnappschüsse dienen Lipski dem Festhalten einer bestimmten Atmosphäre oder Stimmung, die er dann in einem langwierigen Schaffensprozess auf die Leinwand bringt.

Seine Landschaftsdarstellungen, meist ohne Titel, lassen sich nicht eindeutig in einen topografischen Kontext einordnen. Dennoch erinnern sie teilweise stark an die Heimat des Künstlers an der polnischen Ostseeküste – so beispielsweise die Dünenlandschaften. Lipskis Arbeiten auf Acryl vermitteln den Eindruck von Zeit- und Ortslosigkeit, Stillstand und Monumentalität. Diese Wahrnehmung wird auch durch die die Landschaft zerreißenden industriellen und architektonischen Elemente nicht gebrochen.

Lipski bevorzugt große Formate und grelle Farbtöne. Der gezielte Lichteinsatz verleiht den dargestellten Orten eine gewisse Mystik. In seinen Gemälden kollidiert Verarbeitetes mit Unverarbeitetem, die Zivilisation mit der Natur. Insofern steht Lipski in einer Linie mit der polnischen, zeitgenössischen Kultur, die sich durch den immer wiederkehrenden Topos der langsam verschwindenen postkommunistischen Landschaft in den Arbeiten von Dichtern, Prosaisten und bildenden Künstlern auszeichnet.