. .

Veranstaltungsinformationen

14.04.2022 14:45 Alter: 36 days

Nach dem ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen: Wohin steuert Frankreich?

Foto: ©Phil Dera

Foto: ©Phil Dera

Foto: ©Phil Dera

Foto: ©Phil Dera

Am 11. April 2022 fand in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund und in Zusammenarbeit mit dem Büro des Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit eine Podiumsdiskussion zu den Ergebnissen des ersten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahl statt. Moderiert von Burkhard Birke (Deutschlandradio), diskutierten Gilles Finchelstein (Fondation Jean Jaurès), Prof. Dr. Miriam Hartlapp (Professorin für vergleichende Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Deutschland und Frankreich), Hélène Kohl (französische Journalistin in Deutschland) und Joseph de Weck (Historiker, Politologe und Autor) über Ergebnisse und Konstellation nach der ersten Runde, den vorangegangenen Wahlkampf sowie aktuelle Herausforderungen und wagten auch einen Blick auf die Zeit bis zur Stichwahl am 24. April 2022.

Der relative Wahlerfolg von Emmanuel Macron sowie der zweite Platz für Marine Le Pen seien nicht überraschend gewesen, ebenso wenig das Ergebnis für den drittplatzierten Jean-Luc Mélenchon, so die Diskutant*innen. Gesprochen wurde zunächst über ein immer volatileres Wahlverhalten und die Tendenz zur Wahl extremer Kandidat*innen. Auch ein Verschwinden der traditionellen Regierungsparteien sei zu beobachten, eine Mitte kaum noch vorhanden und damit eine zunehmende Beschleunigung des Auseinanderdriftens. Daher seien die Wählermobilisierung und das Ausschöpfen des Wählerpotenzials im zweiten Wahlgang nur schwer vorherzusagen. Insbesondere sozio-ökonomische Hintergründe seien hierbei entscheidend: Bei Wahlen spielten Nützlichkeitserwägungen eine immer größere Rolle und es komme darauf an, wer die entscheidenden Themen in den Vordergrund stellen und entsprechende Angebote machen könne. „Die heutige Diskussion ist eine wichtige Gelegenheit, besser zu verstehen, was gesellschaftlich in Frankreich passiert und was auf dem Spiel steht“, so Marie Augère, Projektleiterin der Stiftung Genshagen.

Eine Aufzeichnung des Livestreams der Veranstaltung ist hier verfügbar.

Partner: Büro des Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit; Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund

Förderer: Auswärtiges Amt

Kontakt: Marie Augère