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Das Team 2018

Auch im Jahr 2018 bestand das Europamobil-Team wieder aus 20 Studierenden aus 11 Ländern Europas, die sich im Schloss Genshagen getroffen und gemeinsam 11 Schulen im Land Brandenburg besucht haben. Hier berichten Sie über Europamobil und ziehen ein persönliches Fazit:

 

Kinga Budzyn aus Polen (21 Jahre):

"Europamobil war definitiv ein Projekt, das mich bereichert hat, aber letztendlich ging es nicht um mich. Es ging um diese Schülerinnen und Schüler, darum, den aktuellen Moment selbst zu erleben, und darum, glücklich zu sein - herauszufinden, dass es nicht das ist, was man erwartet hat - auf die beste Weise. Es war ein Monat, der mich sehr zuversichtlich für die Zukunft Europas gemacht hat."

Jiří Blaha aus Tschechien (24 Jahre):

„Europamobil half mir, mich nützlich zu fühlen, neue Freunde zu finden und mich selbst besser kennenzulernen. Ich habe mich noch nie zuvor so europäisch gefühlt! Auch wenn das Team so vielfältig war, blieben wir vereint.“

 

 

Gesine Reichel aus Deutschland (22 Jahre):

„Europamobil ist genau die Art von Projekt, die Europa und die Europäische Union brauchen: Eine Gruppe junger Menschen, die die EU und die europäischen Werte verkörpern, sie in ihrem gemeinsamen Alltag leben, die in Schulen gehen und ihre Liebe für die EU verbreiten, den Schülerinnen und Schülern erklären, wie die EU und ihre Institutionen funktionieren, was Migration ist, was die europäische Vielfalt für sie bedeutet und warum wir unsere Demokratien schützen sollten. Diese Arbeit „an der Basis“ kann dieses weit entfernte Konstrukt, die Europäische Union, auf die lokale Ebene bringen, um die Verbindung zwischen jeder Schülerin und jedem Schüler, jeder Bürgerin und jedem Bürger und der EU aufzuzeigen und ihnen zu demonstrieren, was die EU für sie bedeutet, welche Verflechtungen bestehen und warum sich beide mehr schätzen sollten. Wenn wir wollen, dass das europäische Projekt erfolgreich ist, ist eine solche grundlegende Arbeit erforderlich und notwendig, damit jede europäische Bürgerin und jeder europäischer Bürger nicht nur die Funktionsweise der Union kennt und versteht, sondern auch um eine Grundlage für eine breitere Akzeptanz für mehr Integration zu schaffen. Junge Menschen sind unsere Zukunft, ebenso wie die Europäische Union, lasst sie uns öfter zusammenbringen!“

Luca Schombert aus Italien (25 Jahre):

„Europamobil war für mich eine äußerst faszinierende Erfahrung, die mich tief durchdrungen hat. Die Chance, solche extrem engagierten und beeindruckenden Menschen zu treffen, hat meinen Geist und meine Seele in immer größerem Maße inspiriert. Europamobil war eine herausfordernde Reise, die mir geholfen hat, mich selbst besser zu verstehen, das Wunder der Vielfalt zu erleben, und die meine Lebensreise zweifellos geprägt hat. Mein Wunsch ist es, dass es uns gelungen ist, den vielen Schülerinnen und Schülern, denen wir während des Projekts begegnet sind, einen Hauch von Wissen, Motivation und Sehnsucht zu vermitteln.“

Laure Delignon aus Frankreich (19 Jahre):

„Wenn Sie jemals an der Kapazität von 20 Studierenden aus ganz Europa mit ihren eigenen Sprachen, Gewohnheiten und Überzeugungen und an ihrer Fähigkeit, gemeinsam etwas Unglaubliches zu schaffen, gezweifelt haben sollten, dann sollten Sie im September nach Genshagen kommen. Dort finden Sie eine wunderbare Gruppe junger, talentierter und motivierter Menschen, die versuchen, ein Gleichgewicht zu finden zwischen der Vorbereitung von Workshops, der Verbesserung ihrer Fähigkeiten im „Jungle Speed“ (Spiel) und Badminton, dem Essen alle drei Stunden und dem Versuch, die perfekte Dauer eines Power-Naps zu finden. Aber wenn Sie die Freude und das Glück sehen, das sie in jede Schule bringen, die sie besuchen, werden Sie sicher verstehen, dass sie es ziemlich gut geschafft haben.“

Luisa Kern aus Deutschland (21 Jahre):

„In der ersten Woche von Europamobil, als wir im Kreis im großen Saal des Schlosses saßen, wurden wir alle gebeten, mit ein paar Worten zu sagen, was Europa für uns bedeutet. Damals antwortete ich, etwas übereifrig, mit „Geeint in Vielfalt“. Da wusste ich noch nicht, dass ich die nächsten Tage damit verbringen würde, einen Workshop zu genau diesem Thema vorzubereiten und ihn dann zweimal täglich in 11 Schulen mit insgesamt mehr als 300 Schülerinnen und Schülern durchzuführen. Jetzt, fast drei Wochen (und unzählige Stunden im Bus) später, wo ich mich etwas erschöpft aber auch ziemlich erfolgreich fühle, könnte es an der Zeit sein, erneut darüber nachzudenken, was Europa für mich bedeutet. Vielleicht würde ich genauso antworten, mit dem Unterschied, dass ich das Gefühl habe, jetzt erst zu verstehen beginnen, was sowohl „Kulturelle Vielfalt“ als auch „Geeint“ wirklich bedeutet. Nach den letzten Wochen jedoch, mit den Schulbesuchen und dem offiziellen Programm, aber vor allem durch die gemeinsam verbachte Zeit mit meinen 19 Mitstreiterinnen und Mitstreitern, würde ich wahrscheinlich zuerst an andere Punkte denken. Also, nach dieser Zeit von Europamobil, wenn Sie mich noch einmal fragen, was Europa jetzt für mich bedeutet, möchte ich hinzufügen: wunderbare neue Freunde und viel Spaß.“

Alexander Maros aus Griechenland (30 Jahre):

„Ich fühle mich, und das möchte ich nachdrücklich betonen, erfreut und privilegiert, Teilnehmer des Europamobil-Programms 2018 zu sein. Neben der Erfahrung, in einem fürstlichen und imposanten Schloss und nah dem weltoffenen Berlin zu leben, bin ich mehr als begeistert, inspirierende Persönlichkeiten zu treffen und Freundschaft mit Ihnen zu schließen. Ich war angetan von ihrem Altruismus und ihrer Sensibilität gegenüber den anderen, ihrem Durst nach Fortschritt und ihrem leidenschaftlichen Wunsch, zu kämpfen und die Form des aktuellen „erodierten“ Status quo zu verändern. Dieses Programm hat mich weiterhin dazu gebracht, meine Liebe zum Unterrichten und zum Inspirieren von Schülerinnen und Schülern zu erkennen. Ich fühle mich reicher und weiser dank der Menschen, die ich getroffen habe, und vor allem dank meiner neuen und echten Freundinnen und Freunde. Ich bin Stephen und den Trainerinnen sehr dankbar, die mir die Möglichkeit gaben, wieder einmal einen Platz im Europamobil-Bus zu teilen!“

Marine Epiney aus der Schweiz (20 Jahre):

„Europamobil gab mir die Möglichkeit, die Europäische Union konkret zu erleben. Als Schweizerin habe ich mich noch nie so europäisch gefühlt, wie in diesem Projekt. Gemeinsam mit 19 anderen Studierenden aus ganz Europa teilten wir einen Monat lang unsere Erfahrungen, unser Wissen, unsere Witze und die Menschlichkeit miteinander. Die EU an Schulen zu bringen war eine große Herausforderung. Wie können die EU-Institutionen zu einem attraktiven Thema für Schülerinnen und Schüler werden? Durch gemeinsames Nachdenken ist es uns jedoch gelungen, einen informativen und unterhaltsamen Workshop zu gestalten. Wir sahen Funkeln in den Augen einiger Schülerinnen und Schüler: Interesse und Neugier waren während der einen oder anderen Aktivität entstanden. Dadurch fühlte ich mich großartig und voller Hoffnung für die Zukunft Europas. Beginne mit Neugier, dann kommt die Aufmerksamkeit von ganz alleine, und gemeinsam werden wir in der Lage sein, eine Veränderung anzustoßen.“

Marta Kaulakane aus Lettland (26 Jahre):

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt“ – Forrest Gump

 

 

Jonathan Arlaud aus Großbritannien (22 Jahre):

„Europa. Europamobil. Als ich zu diesem Projekt ging, war ich mir völlig unsicher, was ich erwarten sollte. Ich hatte keine Ahnung, wie die Leute sein würden, wie viel Arbeit erforderlich war und wie das Ergebnis aussehen würde. Jetzt, da ich mich auf die Abreise vorbereite, kann ich all diese Fragen beantworten: Die Leute sind ein fantastischer, vielfältiger Haufen, von dem
ich viel gelernt habe. Ich kann nur hoffen, dass ich es geschafft habe, mich dafür zu revanchieren. Die Arbeit ist hart und wirkt oft wie eine unüberwindliche Aufgabe - wie kann man das Thema „Demokratie“ für eine Gruppe von 16jährigen ansprechend gestalten und sie miteinbeziehen, insbesondere wenn eine Sprachbarriere im Weg steht? Glücklicherweise erwies sich das Motto der EU „Geeint in Vielfalt“ als richtig, denn für jede Aufgabe, die ich nicht erfüllen konnte, gab es in meinem Team jemanden mit anderen Fähigkeiten, der oder die es konnte. Und das Ergebnis? Die Erfahrung war absolut fantastisch und so sehr wir uns auch darauf konzentriert haben, Schülerinnen und Schüler zu unterrichten, habe ich das Gefühl, dass ich nach Hause fahren und mehr über Europa und mich selbst erfahren haben werde, als ich es mir je hätte vorstellen können.“

Maria Pia Napoletano aus Italien (20 Jahre):

"Wenn ich zwei Wörter wählen müsste, um Europamobil zu beschreiben, würde ich sagen: "kontinuierlich" und "Entdeckung". Jeder Tag war anders, inspirierend, komplex, manchmal schwierig, aber bereichernd und konstruktiv. Ich habe das Gefühl, dass ich viel gegeben, aber viel mehr erhalten habe."

Josef Mayr aus Deutschland (19 Jahre):

„Um ehrlich zu sein: Die Teilnahme an Europamobil war eine der besten Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe. Wenn ich an den letzten September denke, bekomme ich dieses besondere Gefühl und wünsche mir, dass ich diesen Monat noch einmal erleben könnte. Ich weiß nicht, ob es die Freude ist, die ich empfand, als ich einem Schüler eine neue Perspektive vermitteln konnte, oder die erstaunlichen und inspirierenden Menschen, die ich in Genshagen getroffen habe, die einen Monat lang bei Spätsommerwetter in einem Schloss mitten im Nirgendwo lebten. Wahrscheinlich lässt mich das alles zusammen lächeln, wenn ich zurückdenke. Ich habe sehr schöne Erinnerungen an diese Zeit und kann Europamobil wirklich jedem empfehlen, der Spaß an Diskussionen hat und bereit ist, neue Freunde zu treffen. Es ist eine sehr intensive, aber hervorragende Erfahrung!“

Alina Demel aus Deutschland (26 Jahre):

„Als ich dieses Projekt begann, dachte ich, ich könnte den Schülerinnen und Schülern viel über Europa beibringen, weil ich an der Universität viel darüber gelernt habe. Aber um ehrlich zu sein, in den letzten Wochen haben mich meine Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Schloss und die Schülerinnen und Schüler in den Schulen mehr über mich selbst und die Bedeutung der Zusammenarbeit gelehrt. Und ich denke, das ist es, worum es in Europa geht: in Kontakt miteinander treten und voneinander lernen. Ich möchte mich dafür bedanken!“

Nicolas Hubert aus Belgien (25 Jahre):

"Was bedeutet die Europäische Union für mich? Ich glaube wirklich, dass es keinen besseren Ort auf der Erde gibt, um geboren zu werden. Als europäischer Bürger nutze ich jeden Tag die Möglichkeiten, die die Europäische Union ihren jungen Menschen bietet. Ich gehöre zu dieser "Erasmus-Generation", die die Möglichkeit hatte, im Ausland zu studieren. Ich lebe in Belgien, studiere aber in den Niederlanden und überschreite jeden Tag eine Grenze, ohne von Grenzkontrollen aufgehalten zu werden. Ich könnte viele andere Dinge nennen, aber es würde zu lange dauern.
Ich habe einfach das Glück, hier geboren zu sein und von all diesen Dingen zu profitieren. Wir betrachten diese Möglichkeiten oft als legitim und gegeben.
Wir vergessen, wie privilegiert wir sind, auf einem friedlichen Kontinent zu leben, frei von Verfolgung und mit einem, im Vergleich zu anderen Orten der Welt, hohen Lebensstandard. Politikerinnen und Politiker nutzen die Europäische Union als Sündenbock und schieben ihr die Schuld für alles zu. Natürlich ist die Europäische Union nicht perfekt. Natürlich sollte sie demokratischer, transparenter und solidarischer sein. Wie ein berühmter britischer Premierminister jedoch gesagt hat: "Die Europäische Union ist die schlechteste Form der Organisation, mit Ausnahme aller anderen. Es ist die beste Idee, die wir bisher hatten, und wir sollten zusammenarbeiten, um sie zu verbessern."
Zu Beginn unseres Workshops "Wie funktioniert die EU?" haben wir die Schülerinnen und Schüler gefragt, was ihnen als erstes in den Sinn kommt, wenn sie über die Europäische Union nachdenken. Viele von ihnen hatten keine Ahnung. Deshalb denke ich, dass Projekte wie Europamobil das sind, was die EU derzeit am meisten braucht. "Bildung ist die mächtigste Waffe, mit der man die Welt verändern kann." Es ist schade, dass die Menschen und insbesondere die Jugend so wenig darüber wissen, wenn man bedenkt, dass die EU ihre Zukunft ist und sie die Macht haben zu entscheiden, welche Art von EU sie wollen.
Europamobil hat mir persönlich viel gebracht. Nach jedem Workshop hatte ich das Gefühl, dass ich den Schülerinnen und Schülern etwas Sinnvolles beigebracht hatte und der Europäischen Union etwas dafür zurückgeben konnte, was sie für mich getan hat. Auf den Feedbackbögen konnten die Schülerinnen und Schüler nun beschreiben, was sie über die Europäische Union gelernt hatten. Es gibt für mich nichts Schöneres, als dass sie nach unserem Besuch mehr wussten als davor."

Vendula Šípková aus Tschechien (25 Jahre):

„Der alltägliche Kampf mit einem Wecker, Schlafmangel, harte Arbeit bei der Entwicklung unserer Workshops und mehr als zwanzig Aufführungen des Macarena Tanzes in elf Schulen in Brandenburg war eine (herausfordernde) Seite eines fast einmonatigen Aufenthalts im Schloss Genshagen. Neue, wunderbare Freunde zu treffen, mit begeisterten Studierenden über europäische Themen zu diskutieren und viel Spaß zusammen zu haben, war die andere Seite! Bei jeder Lebenserfahrung geht es um Menschen, die man trifft – vielen Dank an das Europamobil-Team 2018, das diese Zeit zu einem wunderbaren Kapitel in meinem Leben gemacht hat!“

Clara Seeber aus Deutschland (20 Jahre):

„Sie könnten mich fragen: Was bedeutet Europamobil für dich?
Schläfrige Morgen im Bus, viele Kartoffeln, Seen, energische Fahnen, die zu Macarena geschwenkt werden, ‚Wie schalten wir dieses Smart Board ein?‘, mehr Seen in Brandenburg, ebenso lange wetteifernde Spieleabende im Schloss, beschissenes WiFi, kulturelle Vielfalt in all ihren Formen, lustige Ausflüge zu Edeka, Eichhörnchen, Badminton-Turniere, motivierte Studierende und all die lieben Weltbürgerinnen und Weltbürger, die dieses Erlebnis so einzigartig und unvergesslich machten. Ich habe mich noch nie zuvor so europäisch gefühlt.“

Raul Dumitrascu aus Rumänien (27 Jahre):

„In diesen turbulenten Jahren braucht die Europäische Union mehr Lösungen und Unterstützung von ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie Unterstützerinnen und Unterstützer, um die vor ihr stehenden Herausforderungen zu bewältigen und die Einheit und das Erbe der Union zu bewahren. In schwierigen Zeiten fällt es leicht, zu kritisieren, und in sonnigen
Tagen, die guten Umstände zu genießen. Aber es ist wichtig, dass wir alle einen angemessenen Beitrag dazu leisten, dass die Europäische Union funktioniert, unabhängig von Herausforderungen, Umwelt und Bedingungen. Europamobil ist eine Initiative, die eine Lösung für die Bedürfnisse der Europäischen Union sowohl in ihren schwierigen Zeiten als auch für ihre besseren Tage darstellt. Europamobil ist ein Förderer der europäischen Lebensart mit fast allen ihren Ausprägungen, also lasst uns leben! Und, bitte, genießt es!“