. .

Veranstaltungsinformationen

01.08.2019 09:12 Alter: 18 days

Deutsch-französisch-polnisches Residenzprogramm „Tandem-Residenz”

01.08.2019 - 10.08.2019

Foto: ©Stiftung Genshagen

Am 30 April. 2019 hat die deutsch-französisch-polnische Jury getagt und drei Tandems für die erste deutsch-französisch-polnische Tandem-Residenz in der Stiftung Genshagen ausgewählt. Vom 1. bis 10. August 2019 werden Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzer aus den drei Ländern des Weimarer Dreiecks im Schloss Genshagen zu Gast sein, dort wohnen, arbeiten und sich austauschen.

An der ersten Tandem-Residenz nehmen teil:

Polnisch-französisches Tandem: Autorin Natalia Malek und Übersetzerin Nathalie Le Marchand
Natalia Malek ist eine polnische Lyrikerin, Organisatorin von literarischen Veranstaltungen und Literatur- und Kunstkritikerin. Sie veröffentlichte drei Bücher: „Pracowite popołudnia“ [Arbeitsreicher Nachmittag] (2010), „Szaber“ [Plünderer] (2014) und „Kord“ [Kordsamt] (2017). Sie erhielt den Adam Włodek-Preis, wurde 2015 und 2018 für den Gdynia-Preis sowie 2018 für den Wisława Szymborska-Literaturpeis nominiert.

Nathalie Le Marchand übersetzt Literatur aus dem Polnischen – z.B.: „Les Fruits encore verts“ [Die noch grünen Früchte] von Wioletta Grzegorzewska sowie „Diableteaux et compagnie“ [Kleine Teufel und Gesellschaft] und „Bretagne. Livre pour écrire“ [Bretagne. Ein Buch zum Schreiben] von Agnieszka Taborska.

Das Tandem beabsichtigt die französische Übersetzung und redaktionelle Vorbereitung einer Auswahl von Gedichten der Lyrikerin Natalia Malek von Nathalie Le Marchand. Die Gedichte stammen aus zwei Sammlungen von Natalia Malek, „Szaber“ [Plünderer] (2014) und „Kord“ [Kordsamt] (2017), sowie aus dem Buchmanuskript mit dem Arbeitstitel „R.ż.“

Deutsch-französisches Tandem: Autorin Julia Wolf und Übersetzerin Sarah Raquillet
Julia Wolf
veröffentlichte 2015 ihren ersten Roman „Alles ist jetzt“, der mit dem Kunstpreis der Lotto Brandenburg GmbH in der Sparte Literatur ausgezeichnet wurde. Ihr zweiter Roman „Walter Nowak bleibt liegen“ (2017) wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis prämiert und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017. In Vorbereitung ist ihr dritter Roman, der die Romantrilogie abschließen soll. Julia Wolf schreibt für Radio, Theater und Kino.

Sarah Raquillet ist Übersetzerin für zeitgenössische Literatur und Geisteswissenschaften. Sie nimmt regelmäßig an Symposien und Zusammenkünften zur literarischen Übersetzung teil und ist bereits Stipendiatin verschiedener Residenzprogramme gewesen.

Julia Wolf und Sarah Raquillet möchten sich während der Residenz der Übersetzung des noch nicht veröffentlichten dritten Bandes der Romantrilogie „Alte Mädchen“ widmen und als Tandem die Schreib- und Übersetzungsarbeit vertiefen.

Polnisch-deutsches Tandem: Autorin Zofia Wojtusik und Übersetzer Hans Gregor Njemz
Zofia Wojtusik („Papużanka“)
ist die Autorin der Romane „Szopka“ [Krippenspiel], nominiert für den Polityka-Passport-Preis (Paszporty Polityki) und den Literaturpreis Nike, sowie des Romans „On“, der ebenfalls für den Polityka-Passport-Preis nominiert wurde. Sie schreibt Erzählungen, veröffentlicht ihre Texte in verschiedenen Zeitschriften und ist für das Theater tätig. Seit 2014 arbeitet sie im Privaten Akademischen Bildungszentrum in Krakau.

Hans Gregor Njemz ist freier Übersetzer. Er übersetzte literarische und wissenschaftliche Texte aus der polnischen Sprache, unter anderem das Buch „Elbląski Wielki Gołąb. Legenda“ [Große Taube von Elbing. Eine städtische Fluglegende] (2013) von Edward Janusz Jaremczuk. Zurzeit beschäftigt er sich intensiv mit den Texten von Zofia Wojtusik.

Zofia Wojtusik und Hans Gregor Njemz kennen sich seit einem Jahr, sind einander aber persönlich noch nie begegnet. Während des Aufenthalts in Genshagen planen sie an der Übersetzung des Romans „Szopka [Krippenspiel] sowie neuerer literarischer Texte von Zofia Wojtusik zu arbeiten.

Jurymitglieder und Partnerinstitutionen

Frankreich
Jörn Cambreleng, ATLAS, l’Association pour la promotion de la traduction littéraire http://www.atlas-citl.org/
Der Verein verwaltet das Collège international des Traducteurs littéraires (CITL) in Arles

Polen
Laurynas Vaičiūnas, Kolegium Europy Wschodniej im. Jana Jeziorańskiego (Kolleg für Osteuropa) in Wrocław/Wojnowice http://www.kew.org.pl/
Dominika Kasprowicz, Villa Decius in Krakau http://villa.org.pl/villa/

Deutschland
Angelika Eder, Stiftung Genshagen

Allgemeine Informationen
Das deutsch-französisch-polnische Residenzprogramm „Tandem-Residenz” bietet Autorinnen und Autoren und Übersetzerinnen und Übersetzern aller Literatursparen (Prosa, Poesie, Drama, Essayistik, Publizistik, Kinder- und Jugendliteratur, etc.) aus Deutschland, Frankreich und Polen einen 10-tägigen gemeinsamen Arbeitsaufenthalt im Schloss Genshagen bei Berlin. Das Residenzprogramm richtet sich an drei Tandems (insgesamt sechs Personen) Autorin/Autor-Übersetzerin/Übersetzer aus den drei Ländern des Weimarer Dreiecks, die bereits zusammenarbeiten oder neue Übersetzungsprojekte initiieren wollen und sich gemeinsam für einen Aufenthalt im Schloss Genshagen bewerben. Das Stipendium hat den Charakter eines Arbeitsaufenthalts. Autorinnen und Autoren, Übersetzerinnen und Übersetzer aus Deutschland, Frankreich und Polen wohnen und arbeiten in Genshagen. Das Programm ist 2019 als Pilotprojekt konzipiert, mit dem Ziel, es in den folgenden Jahren fortzusetzen und auszubauen.

Konkrete Arbeitsziele des Residenzprogramms für die Autoren-Übersetzer-Tandems
Mit der trilateralen Residenz bietet die Stiftung Genshagen den Stipendiatinnen und Stipendiaten Raum für die gemeinsame und individuelle Arbeit an Texten und Übersetzungen und ermöglicht ihnen einen intensiven und vertieften Arbeitsprozess und Austausch über Literatur und deren Übersetzung. Die Residenz gibt den Stipendiatinnen und Stipendiaten zudem die Möglichkeit, sich sowohl über aktuelle Projekte auszutauschen als auch zukünftige Projektvorhaben zu planen und zu entwerfen.

Ziele des Residenzprogramms im Sinne der trilateralen Ausrichtung der Stiftung
Über die praktischen Arbeitsziele hinaus verfolgt die Stiftung Genshagen mit dem deutsch-französisch-polnischen Residenzprogramm „Tandem-Residenz“ das Ziel, die europäische grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Sinne des Stiftungszwecks und im Format des Weimarer Dreiecks zu gestalten. Neben dem Austausch über konkrete Projekte auf Arbeitsebene, laufende Arbeitsprozesse und bevorstehende Vorhaben möchte die Stiftung Genshagen den Teilnehmenden aus Deutschland, Frankreich und Polen die Möglichkeit für Begegnung über die Grenzen hinweg geben. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sollen die Chance haben, in Kontakt mit der Literatur der Nachbarländer zu kommen, um mehr Interesse füreinander und für die Literaturlandschaften der Nachbarländer zu entwickeln. Langfristig möchte die Stiftung Genshagen mit diesem Vorhaben die Literatur der Nachbarländer bekannter machen und im Dialog die Kunst der Übersetzung fördern.

Die Stiftung Genshagen Profil:

Weitere Informationen
Charlotte Stolz: Tel: 0049 3378 80 59 59
Magdalena Nizioł: Tel: 0049 3378 80 59 49
Stiftung Genshagen
Am Schloss 1
14974 Genshagen
Deutschland

Partner: ATLAS – Association pour la promotion de la traduction littéraire. Der Verein verwaltet das Collège International des Traducteurs littéraires (CITL) in Arles, Kolegium Europy Wschodniej im. Jana-Nowaka-Jeziorańskiego, Wrocław/Wojnowice Villa Decius, Krakau
Förderer: ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Kontakt: Charlotte Stolz, Magdalena Nizioł