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Veranstaltungsinformationen

14.09.2016 09:12 Alter: 1 year

Der etwas andere Dialog: »Rechtspopulismus in Europa - eine Diskussion aus den Perspektiven von Kultur und Politik«

10.10.2017

Foto: © Stiftung Genshagen | René Arnold

Die Veranstaltungsreihe "Der etwas andere Dialog" ging am 10. Oktober 2017 in die dritte Runde. Im Wahljahr 2017 stand das Thema Rechtspopulismus in Europa zur Debatte, wozu Gesprächspartner aus Deutschland, Frankreich und Polen geladen wurden. Michael Eickhoff vom Schauspiel Dortmund, der französische Schriftsteller Michaël Ferrier, Mekonnen Mesghena von der Heinrich-Böll-Stiftung und Michał Sutowski vom Verlag Krytyka Polityczna diskutierten unter der Moderation von Dr. Marjorie Berthomier von der Deutsch-Französischen Hochschule, ob sich aus der strategischen Kooperation von Akteuren aus Politik, Kunst und Kultur Antworten auf den Rechtspopulismus finden lassen können.

Die Versuche der Einflussnahme auf die Kunst durch Rechtspopulisten stellten für die Gesprächspartner eine elementare Grundrechtsverletzung dar. Besonders besorgniserregend sei, dass zurzeit eine Institutionalisierung des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in den Ländern Europas stattfinden würde, und dass die Positionen der Rechtspopulisten zum Maßstab für die Politik der anderen Parteien geworden seien. Dies würde die politische Kultur und die Gesellschaft insgesamt verändern, weil Rechtspopulisten zunehmend den Diskurs diktieren würden. Alle waren sich darin einig, dass die Abwehr rechtspopulistischer Gedanken und Bewegungen nicht nur Aufgabe der Politik sein kann, sondern dass dies eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, ein zivilisatorisches Projekt an dem sich auch der Kunst- und Kulturbereich beteiligen müsste.

Die Theateraufführung "Willkommen! Migrantenstimmen" der französischen Theatertruppe La Tribouille machte deutlich wie Kunst mit ihrer eigenen Sprache neue Erzählungen schreiben und über Emotionen positive Gefühle wecken kann.

Förderer: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien – Referat K34, Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Kontakt: Noémie Kaufman