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Veranstaltungsinformationen

23.11.2018 00:00 Alter: 18 days

KIWit-Traineeprogramm in öffentlichen Kunst- und Kulturinstitutionen

©Stiftung Genshagen

Ein Pilotprojekt der Stiftung Genshagen zur diversitätssensiblen Nachwuchsförderung

Das KIWit-Traineeprogramm

Deutschland ist ein Einwanderungsland, dessen Gesellschaft von Vielfalt geprägt ist. Obwohl immer mehr Kunst- und Kulturinstitutionen sich für die kulturelle Diversität öffnen, wird diese Wirklichkeit in den Einrichtungen noch nicht ausreichend abgebildet. Im Personal der Kulturinstitutionen findet sich nur eine sehr geringe Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Einwanderungs-geschichte. Als Teil des Kompetenzverbundes KIWit (Kulturelle Integration und Wissenstransfer) will die Stiftung Genshagen mit ihren Aktivitäten zur diversitätssensiblen Nachwuchsförderung konkret dazu beitragen, die Personalstruktur der Kulturbetriebe diverser zu gestalten: Ein besonderer Fokus wird dabei auf den Abbau von Einstellungshindernissen gegenüber Menschen mit eigener oder familiärer Einwanderungsgeschichte gelegt.
Ab Mai 2019 beginnt die Stiftung Genshagen mit einem einjährigen Traineeprogramm, das zum Ziel hat, Menschen mit Migrationsgeschichte bei ihrem Berufseinstieg in öffentlich geförderte Kulturinstitutionen zu unterstützen. Neben der Stärkung der Trainees eröffnet das Traineeprogramm große Chancen für die gastgebende Kulturinstitution: Multiperspektivität wird gefördert, Sehgewohnheiten lassen sich verändern (beispielsweise bei der Besetzung von „klassischen Rollen“ durch People of color), Raum für neue Narrative und andere ästhetische Ausdrucksformen wird geschaffen. Auf lange Sicht wird der Weg bereitet, neue Besucherinnen und Besucher durch ein vielfältigeres Programm anzusprechen.
Das KIWit-Traineeprogramm wird voraussichtlich an insgesamt 12 verschiedenen Kulturinstitutionen deutschlandweit umgesetzt. Öffentlich geförderte Kunst- und Kulturinstitutionen können sich als gastgebende Einrichtung bei der Stiftung Genshagen bewerben.

Förderumfang und Termine

Die Arbeitszeit der/des Trainee beträgt 30 Stunden pro Woche und wird auf Mindestlohnbasis vergütet. In Absprache mit der Kulturinstitution und der Stiftung Genshagen besteht für die Trainees außerdem die Möglichkeit, Weiterbildungsangebote wahrzunehmen, um ihre Kompetenzen zu stärken und sich so auf ihre weitere berufliche Laufbahn vorzubereiten.

Für die erste Programmrunde können sich Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten bis zum 3. Januar 2019 über unser Onlineformular bewerben. Das Traineeprogramm wird vom 1. Mai 2019 bis 30. April 2020 dauern. Rückmeldung zur Bewerbung erhalten die Kulturinstitutionen voraussichtlich am 10. Januar 2019.

Die zweite Programmrunde richtet sich an Theater-, Tanz-, Konzert-, und Opernhäuser, in denen das Traineeprogramm aller Wahrscheinlichkeit nach am 1. September 2019 starten und bis Ende der Spielzeit gehen wird (Juli 2020). Das Bewerbungsverfahren findet hierzu voraussichtlich im April 2019 statt.
Pro Runde werden planungsgemäß je 6 Traineeplätze vergeben.

Bewerbungsbedingungen

Die Einrichtungen, die am Programm teilnehmen, erklären sich dazu bereit, bis zum 25. Januar 2019 in Absprache mit der Stiftung Genshagen eine entsprechende Stellenausschreibung zu veröffentlichen. Die Auswahl der Trainees erfolgt ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Stiftung Genshagen.

Die gastgebenden Kunst- und Kulturinstitutionen stellen den Trainees eine Ansprechperson (bzw. eine Mentorin oder einen Mentor) zur Seite, die diese während des gesamten Traineeprogramms persönlich betreut. Die Stiftung Genshagen begleitet die Trainees sowie deren Mentorinnen und Mentoren aus den beteiligten Kulturinstitutionen über das ganze Jahr hinweg. Eine Auftakt- und Abschlussveranstaltung sowie eine Zwischenauswertung sind in Genshagen geplant. Die Auftaktveranstaltung findet am 29. und 30. April 2019 statt.

Für den Erfolg der Bewerbung ist es wichtig, dass die Einrichtungen sicherstellen, die Trainees von Anfang an als gleichberechtigte Mitglieder des Teams zu betrachten. Ein eigener, voll ausgestatteter Arbeitsplatz ist hierfür Grundvoraussetzung.

Die sich bewerbenden Einrichtungen sollen eine Grundsensibilität für das Thema Diversität mitbringen. Das heißt, dass bereits auf unterschiedlichen Institutionsebenen eine Auseinandersetzung mit Diversitätsmerkmalen und damit verbundenen Ausschlussmechanismen stattfindet.

Die Trainees sollen nicht die Aufgabe der „Diversitätsbeauftragten“ in den Kulturinstitutionen übernehmen, sondern darin unterstützt werden, ihren Beruf als Regisseur/in, Produktionsleiter/in, Kunsthistoriker/in, Dramaturg/in, Kulturmanager/in, darstellende/r Künstler/in, bildende/r Künstler/in etc. in einer öffentlich geförderten Kulturinstitution auszuüben. Das Traineeprogramm stellt somit eine relevante Grundlage für die weitere Beschäftigung in einer Kultureinrichtung dar.

Zum Bewerbungsformular

Um sich zu bewerben, füllen Sie bitte folgendes Formular aus und schicken dieses an boitel(at)stiftung-genshagen.de. Sie erhalten dann eine Eingangsbestätigung.

Kontakt: Sophie Boitel