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Veranstaltungsinformationen

29.06.2018 00:00 Alter: 81 days

BKM-Preis Kulturelle Bildung 2018: »Kunst der Vermittlung – Vermittlung der Kunst«

29.06.2018

Fotos: © Stiftung Genshagen | René Arnold

Kulturstaatsministerin Monika Grütters zeichnete am 29. Juni wegweisende Projekte der Kulturellen Bildung aus dem gesamten Bundesgebiet aus. Am Vormittag stellten die zehn Nominierten sich und ihre Arbeit im Schlosspark der Stiftung Genshagen vor. Zum Auftakt hielt Prof. Dr. Thomas Damberger, Goethe-Universität Frankfurt/Main, einen Vortrag zum Thema "Digitalisierung, Bildung und Kultur." Am Abend wurden die drei Preisträger bekannt gegeben und im Haus der Kulturen der Welt in Berlin von Staatsministerin Grütters feierlich ausgezeichnet.

Preisträger 2018 sind:

(Auflistung in alphabetischer Reihenfolge)

Jugend hackt – mit Code die Welt verbessern (bundesweit)
Projektträger:  Open Knowledge Foundation Deutschland und
mediale pfade.org – Verein für Medienbildung
„Jugend hackt“ stellt auf modellhafte Weise ethische Fragen in das Zentrum einer kulturpolitischen Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung. In bundesweiten Workshops und Konferenzen entwickeln programmier- und technikinteressierte Jugendliche Prototypen, erfinden Programme und tüfteln an Ideen für ihre Vision einer besseren Gesellschaft. Neben aktuellen Themen rund um digitale Kommunikation, Fake News oder Datensicherheit geht es um zentrale gesellschaftspolitische Herausforderungen. Das Projekt ist zukunftsweisend und innovativ: es verbindet idealtypisch Medienkompetenz mit kultureller und politischer Bildung.

KorresponDanSe (Baden-Württemberg)
Projektträger:  Kunstschule Offenburg
Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und junge Geflüchtete tanzen kreativ vereint auf der Passerelle de Deux Rives – einer Brücke, die die Städte Kehl und Straßburg verbindet. Während Einheimische problemlos die deutsch-französische Grenze auf der Brückenmitte überqueren können, ist dieses für Geflüchtete nicht möglich. Durch die spielerische Form des Tanzes macht das Projekt auf berührende Weise augenfällig, wie unterschiedlich Menschen Grenzen erleben. Die kreative Bearbeitung dieser vielschichtigen und im heutigen Europa doch alltäglichen Thematik hat die Jury überzeugt.

Stranger than – Aus Nachbarn werden Fremde (Bayern)
Projektträger:  Spielen in der Stadt e.V.
Für das Projekt kamen so unterschiedliche Träger wie Spielen in der Stadt e.V., eine Münchner Mittelschule, das NS-Dokumentationszentrum und die KZ-Gedenkstätte Dachau zusammen. 22 Jugendliche aus neun Nationen setzten sich ein Jahr lang intensiv mit verschiedenen Aspekten der NS-Zeit auseinander und entwickelten mit künstlerischen Mitteln eine Performance und Präsentation ihrer Rechercheergebnisse. Diese Annäherung an Themen historischer und gesellschaftspolitischer Relevanz mit den Mitteln von Tanz und Theater, mit Sprache und Körper überzeugte die Jury, die darin einen beispielhaften und zukunftsweisenden Ansatz in der Geschichtsvermittlung und Erinnerungsarbeit mit Jugendlichen und Migranten sieht.

 

Außerdem waren nominiert:

DIE HEILANSTALT, Hamburg

Kulturagenten für kreative Schulen HH Conecco gUG und Winterhuder Reformschule Hamburg

Fabmobil - Ein fahrendes Kunst- und Designlabor für den ländlichen Raum, Sachsen

Constitute e.V.

janz schöön anders - Filmlabs und Wettbewerb für Inklusion, gegen Ausgrenzung, Berlin

Verein für inklusive Medienbildung e.V.

Mensch, willkommen!, Berlin

GRIPS Werke e.V. und Jugendliche ohne Grenzen

Neue Unternehmer braucht das Land!, Brandenburg

neue Bühne Senftenberg und Wilske, Simoneit & Friends

Pavillon Prison Break - das Gaming-Projekt!, Niedersachsen

Kulturzentrum Pavillon/Bürgerinitiative Raschplatz e.V.

Sitcom Opera, Berlin

junge norddeutsche philharmonie e.V.

Der BKM-Preis Kulturelle Bildung wurde 2018 zum zehnten Mal verliehen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien honoriert mit diesem Preis jedes Jahr bundesweit wegweisende Projekte der künstlerisch-kulturellen Vermittlung und unterstreicht die Bedeutung der Kulturellen Bildung in Deutschland. Der Preis wird von der Stiftung Genshagen organisiert und inhaltlich gestaltet. Nominiert werden jedes Jahr insgesamt zehn Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet, die von einer Fachjury aus einer Vielzahl von Vorschlägen ausgewählt wurden. Mehr Informationen zu den nominierten Projekten finden Sie in der Pressemitteilung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie in unserer Video-Vorstellung

 

 

Kontakt: Margit Middelmann, Linda Weichlein