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Informationen

22.06.2020 17:43 Alter: 54 days

Zusammenhalt gestalten: Nachbarschaft in Europa – Ein deutsch-französisch-polnischer Fotowettbewerb

22.06.2020 - 30.09.2020

Foto © Andreas Muhs/OSTKREUZ

Ausschreibung

Die Stiftung Genshagen schreibt 2020 einen deutsch-französisch-polnischen Fotowettbewerb zum Thema „Zusammenhalt gestalten – Nachbarschaft in Europa“ aus. Fotografinnen und Fotografen zwischen 18 und 35 Jahren aus Deutschland, Frankreich und Polen sind eingeladen, sich mit dem Thema Nachbarschaft auseinanderzusetzen und ihre Sichtweisen vorzustellen. Bis zum 30. September 2020 können Fotoserien (6 – 12 Arbeiten) zum Thema „Zusammenhalt gestalten – Nachbarschaft in Europa“ in der Stiftung Genshagen eingereicht werden.

Die Stiftung Genshagen wird in den Jahren 2020 und 2021 das Thema „Zusammenhalt gestalten – Nachbarschaft in Europa“ als einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten behandeln. In verschiedenen Projekten wird der Frage nachgegangen, wie Nachbarschaft als Kompetenz in Europa gestärkt werden kann, wie Bindungen zwischen Nachbarn gefördert und Zusammenhalt in Gesellschaften dauerhaft entwickelt werden können. Dabei geht es uns um einen weiten Nachbarschaftsbegriff, der sowohl Staaten als auch Regionen und Städte, gesellschaftliche Gruppen sowie Individuen im europäischen Kontext umfasst.

Was ist Nachbarschaft? Die folgenden Themenblöcke umreißen das Thema:

Nachbarschaft und Globalisierung

- Wie verändern Globalisierung und Digitalisierung das Wesen und die Praxis von Nachbarschaft?

- Wie hat sich die Wahrnehmung von Nachbarschaft über die Generationen hinweg gewandelt?

Innergesellschaftliche Nachbarschaften

- Unsere Gesellschaften sind von zunehmender Diversität gekennzeichnet, neue Formen innergesellschaftlicher Nachbarschaften bilden sich heraus. Welche Parallelen und welche Unterschiede gibt es in diesem Zusammenhang in Deutschland, Frankreich und Polen, den Ländern des Weimarer Dreiecks?

- Die Tendenz, dass Menschen ihre Identität verstärkt durch ethnische oder religiöse Merkmale definieren, nimmt zu. Eine stärkere Abgrenzung gegenüber den Nachbarn innerhalb einer Gesellschaft ist die Folge. In welchem Ausmaß lässt sich dieses Phänomen in den Ländern des Weimarer Dreiecks beobachten?

- Metropolen werden zunehmend zu Magneten ökonomischer Investitionen, und ihre Bevölkerung nimmt stetig zu. Wie wird die Nachbarschaft von Metropolen und ländlichen Regionen in den Ländern des Weimarer Dreiecks gestaltet?

Europäische Integration und Nachbarschaft

- Wie kann das Weimarer Dreieck als Summe dreier Nachbarschaftsbeziehungen die Entwicklung in der EU positiv beeinflussen? Welche Bedeutung haben die drei bilateralen Nachbarschaftsbeziehungen für die Entwicklung des Weimarer Dreiecks insgesamt?

- Blick von außen: Wie werden Europa und die Europäische Union durch die sie umgebenden Nachbarn wahrgenommen, und wie hat sich diese Wahrnehmung in den letzten Jahren verändert (z.B. durch die Verlagerung von „Nachbarschaft“ an die Außengrenzen des Schengen-Raums)? Wie ist es um das Bild und die Anziehungskraft der EU bestellt?

Diese Fragestellungen sollen als Anregung für die fotografische Auseinandersetzung mit dem Thema dienen. Ihrer Auswahl und Gestaltung des Themenfeldes möchten wir damit keine Vorgaben machen. In der Zwischenzeit haben sich zudem durch die Corona-Pandemie noch weitere Fragen zum Thema Nachbarschaft und Zusammenhalt gestellt, sei es auf individueller wie auch auf gesellschaftlicher und europäischer Ebene.

Dieser Fotowettbewerb wird in Deutschland, Frankreich und Polen ausgeschrieben. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger trifft eine deutsch-französisch-polnische Jury. Es werden Geldpreise ausgelobt. Die prämierten Arbeiten werden 2021 in einer Wanderausstellung in den drei Ländern des Weimarer Dreiecks präsentiert.

Wer kann teilnehmen?

Fotografinnen und Fotografen zwischen 18 und 35 Jahren (Studierende, professionelle Fotografinnen/Fotografen) aus Deutschland, Frankreich und Polen.

Was kann eingereicht werden?

Die Bewerberinnen und Bewerber reichen eine zusammenhängende Fotoserie (6 –12 Fotos, JPEG-Format, 300 dpi, lange Seite max. 18 cm) und einen dazugehörigen Text ein. Alle fotografischen Ausdrucksmittel sind zugelassen. Der Text sollte nicht mehr als eine DIN-A4 Seite (max. 4.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) umfassen. Es ist auch möglich, Interviews oder kleine Texte beizufügen. Berücksichtigt werden Fotoserien aus den Jahren 2019 und 2020. Bewerbungen können auf Deutsch, Französisch oder Polnisch verfasst werden.

Wie können Sie sich bewerben?

Um sich zu bewerben, füllen Sie bitte dieses Bewerbungsformular aus. Senden Sie es bitte zusammen mit Ihren Arbeiten bis zum 30. September 2020

digital an folgende Mailadresse: stolz(at)stiftung-genshagen.de

Schicken Sie uns bitte einen Link zu den Fotos und Dokumenten, die Sie zuvor über einen der gängigen File-Sharing-Dienste hochgeladen haben.

Preise

  • Erster, zweiter und dritter Preis: jeweils 2.000 €
  • Drei Förderpreise in Höhe von 500 €

Jury

  • Angelika Eder, geschäftsführender Vorstand, Stiftung Genshagen
  • Ulrike Kremeier, Direktorin des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst, Cottbus & Frankfurt (Oder)
  • Dominik Kuryłek, Museum der Fotografie, Leiter der Abteilung Fotografie und Fototechnik, Krakau
  • Florence Lazar, Fotografin und Filmemacherin, Paris

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen!

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:

Charlotte Stolz, Tel. +49 3378 80 59 59, E-Mail: stolz(at)stiftung-genshagen.de

Stiftung Genshagen

Am Schloss 1

14974 Genshagen

Deutschland

Partner: Fachhochschule Potsdam - University of Applied Sciences, Deutschland, Institut supérieur des arts de Toulouse, Frankreich und Poznański Uniwersytet Artystyczny - University of Arts Poznan, Polen

Förderer: Stiftung Gottfried Michelmann

Kontakt: Charlotte Stolz