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Veranstaltungsinformationen

01.04.2015 14:59 Alter: 2 yrs

Diskussionsveranstaltung „Religion(en) und gesellschaftliches Zusammenleben"

13.04.2015

© Nora Erdmann

Über 200 Personen, unter ihnen eine Klasse des Neuköllner Rütli Campus aus Berlin, nahmen am 13. April 2015 an der Diskussionsveranstaltung „Religion(en) und gesellschaftliches Zusammenleben: Ein deutsch-französischer Blick drei Monate nach den Attentaten von Paris“ im Institut français Berlin teil. Moderiert wurde die Kooperationsveranstaltung von Béatrice Angrand, Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks, und Dr. Martin Koopmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Genshagen.

Nach einem Impuls von Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, diskutierte das deutsch-französisch besetzte Podium der Wissenschaftler und Experten (Dr. Azouz Begag, Nordine Nabili, Dr. Janine Ziegler, Samuel Grzybowski, Eva Lajarige) über die gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die der Umgang mit Religionen heute in Deutschland und Frankreich mit sich bringt.

Einig waren sich alle Redner, dass zur „Überwindung des religiösen Analphabetismus“ (Roth) mehr Verständigung zwischen und Kooperation mit den Religionsgemeinschaften nötig sei. Beide religionsverfassungsrechtlichen Systeme – auch das französische Laizitätsprinzip – gäben hierzu theoretisch die Möglichkeit, es mangele jedoch an einer einheitlichen staatlichen Linie. Der bisherige Umgang der Entscheidungsträger mit dem Islam sei unzureichend und führe dazu, dass Franzosen mit einem identitären Bezug zum Islam gesellschaftspolitisch völlig unterrepräsentiert seien, so Begag. Zudem gelte es, so die Meinung der Referenten, die Stigmatisierung des Islams zu überwinden – beginnend mit der Differenzierung, dass es „den“ Islam als eine einheitliche Glaubensgemeinschaft nicht gebe.

Videoaufzeichnung der Debatte

Partner: Institut français Berlin; Deutsch-französisches Jugendwerk

Förderer: Auswärtiges Amt

 

Ansprechpartner: Isabelle Maras