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24.06.2021 13:30 Alter: 117 days

Nie wieder? Das Wiederaufleben des Antisemitismus in Europa – Podiumsdiskussion in der NRW-Landesvertretung in Berlin

Foto © Stiftung Genshagen

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Die Podiumsdiskussion zielte darauf ab, die Ursachen des Wiederauflebens des Antisemitismus in Deutschland, Frankreich und Polen vergleichend zu analysieren. Parallel dazu wurden konkrete Vorschläge zur Bekämpfung des Antisemitismus in Europa formuliert.

Die Diskussionsrunde fand in Form einer hybriden Veranstaltung in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen in Berlin statt und wurde gleichzeitig digital via Zoom und YouTube übertragen. Neben den 40 Gästen vor Ort verfolgten über 70 Teilnehmende die Veranstaltung digital.

Yael Kupferberg vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin interpretierte den Antisemitismus als Ausdruck der Feindschaft gegen die liberale Verfassung des Staates und forderte mehr Aufklärungsarbeit. Jean-Yves Camus, Leiter der Beobachtungsstelle für politischen Radikalismus der Fondation Jean Jaurès in Paris, warnte vor Verschwörungstheorien während der Corona-Krise und forderte strengere Regulierungen des Internets. Rafał Pankowski, Professor für Soziologie am Collegium Civitas in Warschau und Mitbegründer des Vereins „Nie wieder”, wies darauf hin, dass es in Polen einen starken traditionellen Antisemitismus gebe, der durch den Politik- und Mediendiskurs angeheizt würde. In ihrem Schlussplädoyer forderte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW, vor allem eine bessere europäische Zusammenarbeit im Kampf gegen Antisemitismus.

Die Aufzeichnung der Diskussionsveranstaltung auf YouTube finden Sie hier.

Partner: Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund

Förderer: Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund

Kontakt: Stephen Bastos