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09.01.2020 16:54 Alter: 17 days

Nachruf auf Dr. Manfred Stolpe

Foto: © brandenburg.de

"Manfred Stolpe war immerzu unterwegs mit und für die Menschen Brandenburgs und für das neue Deutschland. Nach Kaltem Krieg und Entfremdungen zwischen Ost und West gelang es ihm, bedeutende Persönlichkeiten für anstehende Gestaltungsaufgaben zu gewinnen. Genshagen und sein Schloss zogen die Chefdolmetscherin des französischen Staatspräsidenten Mitterrand und Beraterin des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, Brigitte Sauzay, sowie die große Historikerpersönlichkeit Rudolf von Thadden an. So konnte sich das 'Berlin-Brandenburgische Institut für die deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa' aufbauen und entfalten. Finanzielle Unterstützung war dabei notwendig, entscheidend waren jedoch Konzeptionen. Es begann in einem Kleinstbüro des Schlosses und - wen erstaunt es - mit großem staatlichem wie privatem Engagement entstand dort etwas ganz Neues", erinnert sich Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D. und Vorstand der Stiftung Genshagen.

Die Intensität der zunächst aus der deutsch-französischen Freundschaft entwickelten Visionen zeigte Wirkung, so dass sich im Jahr 2015 auch Polen für ein dauerhaftes Engagement in Genshagen entschied. Mit dem "Weimarer Dreieck" als Brücke zwischen den drei Ländern und durch den Dialog von Menschen aller Altersgruppen, mit unterschiedlichstem beruflichem Hintergrund und aus ganz Europa trägt die Stiftung Genshagen das Vermächtnis Manfred Stolpes in die Zukunft.