Diskussionsveranstaltung „Religion(en) und gesellschaftliches Zusammenleben"

Am 13. April 2015 organisierte die Stiftung Genshagen, das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und das Institut français Berlin die Diskussionsveranstaltung „Religion(en) und gesellschaftliches Zusammenleben: Ein deutsch-französischer Blick drei Monate nach den Attentaten von Paris“ ein. Mit dem Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, debattierten fünf deutsche und französische Experten in den Räumlichkeiten des Institut français in Berlin.

    Datum

    13. April 2015, 00:00 - 13. April 2015, 00:00
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      © Nora Erdmann

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      © Nora Erdmann

    Über 200 Personen, unter ihnen eine Klasse des Neuköllner Rütli Campus aus Berlin, nahmen am 13. April 2015 an der Diskussionsveranstaltung „Religion(en) und gesellschaftliches Zusammenleben: Ein deutsch-französischer Blick drei Monate nach den Attentaten von Paris“ im Institut français Berlin teil. Moderiert wurde die Kooperationsveranstaltung von Béatrice Angrand, Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks, und Dr. Martin Koopmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Genshagen.

    Nach einem Impuls von Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, diskutierte das deutsch-französisch besetzte Podium der Wissenschaftler und Experten (Dr. Azouz Begag, Nordine Nabili, Dr. Janine Ziegler, Samuel Grzybowski, Eva Lajarige) über die gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die der Umgang mit Religionen heute in Deutschland und Frankreich mit sich bringt.

    Einig waren sich alle Redner, dass zur „Überwindung des religiösen Analphabetismus“ (Roth) mehr Verständigung zwischen und Kooperation mit den Religionsgemeinschaften nötig sei. Beide religionsverfassungsrechtlichen Systeme – auch das französische Laizitätsprinzip – gäben hierzu theoretisch die Möglichkeit, es mangele jedoch an einer einheitlichen staatlichen Linie. Der bisherige Umgang der Entscheidungsträger mit dem Islam sei unzureichend und führe dazu, dass Franzosen mit einem identitären Bezug zum Islam gesellschaftspolitisch völlig unterrepräsentiert seien, so Begag. Zudem gelte es, so die Meinung der Referenten, die Stigmatisierung des Islams zu überwinden – beginnend mit der Differenzierung, dass es „den“ Islam als eine einheitliche Glaubensgemeinschaft nicht gebe.

    <link https: www.youtube.com _blank external-link-new-window>Videoaufzeichnung der Debatte

    Partner: Institut français Berlin; Deutsch-französisches Jugendwerk

    Förderer: Auswärtiges Amt

     

    Ansprechpartner: <link record:tt_news:602>Isabelle Maras