»Frankreich unter einer Präsidentin Marine Le Pen: Welche Szenarien für das Land und für Europa?« (Berlin)

Ziel des Hintergrundgesprächs soll es sein, in einer kleinen Runde von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft die möglichen Konsequenzen eines Sieges Marine Le Pens bei den französischen Präsidentschaftswahlen zu diskutieren.

    Datum

    19. April 2017, 00:00 - 19. April 2017, 00:00

    Was wäre, wenn Marine Le Pen zur nächsten französischen Präsidentin gewählt werden würde? Welche Auswirkungen hätte dies auf Frankreich, Deutschland und Europa? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Hintergrundgesprächs mit ca. 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, das die Stiftung Genshagen gemeinsam mit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin veranstaltete.Die beiden Referentinnen Dr. Valérie Igounet, Expertin für den Front National am Institut d’histoire du temps présent (IHTP) in Paris und Dr. Ronja Kempin von der SWP, gaben zunächst einen ausführlichen Überblick über die einschneidenden Veränderungen, die im Falle einer Wahl Le Pens zu erwarten wären. Beide betonten aber auch, dass die Furcht vor diesen großen Veränderungen die französischen Wählerinnen und Wähler wahrscheinlich daran hindern wird, Le Pen ins Präsidentenamt zu verhelfen.Eine größere Gefahr sahen die Referentinnen mit Blick auf die nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahre 2022. Wenn es dem nächsten französischen Präsidenten nicht gelänge, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Missstände in Frankreich deutlich zu verbessern, könnte dies einen Wahlsieg des FN zu einem realistischen Szenario machen.

    Partner: Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)

    Kontakt: <link record:tt_news:774 internal-link>Dr. Tobias Koepf