VI. Genshagener Forum für deutsch-französischen Dialog „Ist die europäische Sicherheitspolitik den Herausforderungen der Zukunft gewachsen? Weichen für die nächsten 20 Jahre“

Das Genshagener Forum für deutsch-französischen Dialog bringt seit 2010 jedes Jahr rund einhundert deutsche und französische Entscheidungsträger und Vertreter aus Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Kultur und Medien zusammen, um über ein zentrales Thema der Zukunft Europas zu diskutieren.

Datum

26 November 2015, 00:00 - 27 November 2015, 00:00
  • © René Arnold

Das Genshagener Forum für deutsch-französischen Dialog bringt seit 2010 jedes Jahr rund einhundert deutsche und französische Entscheidungsträger und Vertreter aus Politik, Diplomatie, Wirtschaft und Medien zusammen, um über ein zentrales Thema der Zukunft Europas zu diskutieren. Ziel ist es, die deutsch-französische Debatte über Europa durch die Beteiligung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen zu beleben und mögliche Wege für gemeinsame Strategien aufzuzeigen. Die Jahreskonferenzen sind stets einem für die Zukunft Europas relevanten Thema gewidmet – ohne dabei eine deutsch-französische Nabelschau zu betreiben. Das Genshagener Forum ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung Genshagen und des französischen <link http: www.institutmontaigne.org>Institut Montaigne.

In den vergangenen Jahren behandelte das Forum die Themen <link europaeischer-dialog-europa-politisch-denken programm-2015 programm-details-ed>Finanzkrise (2010), <link europaeischer-dialog-europa-politisch-denken programm-2015 programm-details-ed>Migrations- und Integrationspolitik (2011), <link europaeischer-dialog-europa-politisch-denken programm-2015 programm-details-ed>Energiepolitik (2012), <link europaeischer-dialog-europa-politisch-denken programm-2015 programm-details-ed>Europäische Mittelmeerpolitik (2013) sowie die <link europaeischer-dialog-europa-politisch-denken programm-2015 programm-details-ed>Folgen der ökonomischen Krise für die Zukunft Europas (2014).

Das VI. Genshagener Forum für deutsch-französischen Dialog beschäftigte sich am 26. und 27. November 2015 mit dem Thema „Ist die europäische Sicherheitspolitik den Herausforderungen der Zukunft gewachsen? Weichen für die nächsten 20 Jahre“. Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten mit rund 100 Vertretern aus Frankreich und Deutschland.

Dieses Jahr wurden zudem deutsche und französische Expertinnen und Expertenaus dem Bereich der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik in das Genshagener Forum eingebunden, die zusätzlich zu den Referenten ihre Expertise eingebracht haben.

Mit einem schwelenden Konflikt in der Ukraine und dem Aufstieg des sogenannten Islamischen Staates im Irak und Syrien sieht sich Europa im Jahr 2015 von Krisenherden umgeben. Mit der zunehmenden Instabilität in der östlichen und südlichen Nachbarschaft der Europäischen Union bot das VI. Genshagener Forum Raum für interdisziplinäre, in die Zukunft gerichtete Diskussionen zum Thema Sicherheit. Die Anschläge vom 13. November 2015 in Paris brachten traurige Gewissheit über die anhaltende Relevanz der diesjährigen Schwerpunktsetzung.

In seiner Eröffnungsrede forderte Pierre Vimont, ambassadeur de France und ehemaliger Generalsekretär des Europäischen Auswärtigen Dienstes, mehr Realismus in der europäischen Außenpolitik. Es fehle häufig an übereinstimmenden geopolitischen Analysen auf europäischer Ebene, aus denen sich langfristige europäische Strategien ableiten ließen. Die gemeinsame Außenpolitik der Europäischen Union versuche zwei verschiedene Prinzipien miteinander zu verbinden: die Diplomatie der Nationalstaaten, die im eigenen Interesse Allianzen eingehen; und die intergouvernementale Diplomatie unter Einbindung der Kommission, die auf die Durchsetzung internationalen Rechts pocht. Daraus ergeben sich – beispielsweise wegen unterschiedlicher Auffassungen über privilegierte Partnerschaften mit außereuropäischen Ländern – Interessenkonflikte innerhalb der EU, die es in Zukunft offen zu diskutieren gilt. Pierre Vimont wies aber auch auf Fortschritte hin und formulierte einige wesentliche Voraussetzungen für das Gelingen von EU-Missionen (die gesamte Rede <link https: www.youtube.com>hier im Stream).

Einen kurzen Tagungsbericht des VI. Genshagener Forums finden Sie <link fileadmin dateien ed genshagenerformum vi kurzbericht_gf_deutsch_final_01.pdf _blanc download>hier

Eine Auswahl der Referenten des VI. Genshagener Forums:

  • Hans-Peter BARTELS, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages, ehemaliger MdB und Vorsitzender des Verteidigungsausschusses (SPD), Berlin
  • Franziska BRANTNER, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Vorsitzende des Unterausschusses für Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln, Berlin
  • Maxime LEFEBVRE, französischer Botschafter, Ständiger Vertreter Frankreichs bei der OSZE, Brüssel
  • Michael Georg LINK, Direktor, OSZE-Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR), Staatsminister im Auswärtigen Amt a.D., Warschau
  • Pierre VIMONT, Botschafter Frankreichs, ehemaliger Generalsekretär des Europäischen Auswärtigen Dienstes, Associate Fellow, Carnegie Europe, Paris

Gewinnen Sie hier einen Eindruck des letzten Genshagener Forums, und besuchen Sie unsere Fotogalerien zu den Foren aus den Jahren  <link _blank>2010, <link programm fotogalerien veranstaltungen-2011 www.stiftung-genshagen.de uploads tx_templavoila>2011, <link _blank>2012, <link programm fotogalerien veranstaltungen-2013 www.stiftung-genshagen.de typo3temp pics wp_gf13-0260_60205095f5.jpg>2013, <link>2014 und <link>2015.

Förderer und Partner 2015: Institut Montaigne, Auswärtiges Amt, EDF Deutschland & Tönissteiner Kreis

Kontakt: <link record:tt_news:602>Isabelle Maras, <link record:tt_news:56>Nina Henke