14. Genshagener Forum für deutsch-französischen Dialog
Datum
11. Juni - 12. Juni 2026Ort
Die regelbasierte internationale Ordnung befindet sich in einer tiefen Krise. Die Phase westlicher Dominanz, relativ stabiler Allianzen und handlungsfähiger multilateraler Institutionen weicht zunehmend einer fragmentierten, multipolaren Welt, die von geopolitischer Konkurrenz, Machtverschiebungen und wachsender Unsicherheit geprägt ist. Zu den zentralen Treibern dieser Entwicklung zählt, dass die USA – lange Zeit zentraler Garant dieser Ordnung – ihre Rolle neu definieren und zentrale Elemente der regelbasierten Ordnung verstärkt in Frage stellen.
Für die EU stellt diese Entwicklung eine besondere Herausforderung dar. Kaum ein anderer Akteur hat die regelbasierte Ordnung in enger transatlantischer Partnerschaft so stark mitgeprägt und zugleich in vergleichbarer Weise von ihr profitiert. Kann es der EU gelingen, neue oder vertiefte Partnerschaften zu entwickeln, die eine Erosion der transatlantischen Zusammenarbeit ausgleichen oder ergänzen? Lassen sich neue Bündnisse mit den europäischen Werten – Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten – vereinbaren, oder müssen pragmatische Erwägungen einer stärker interessengeleiteten Außenpolitik höher gewichtet werden? Und teilen Deutschland und Frankreich als zentrale Mitgliedstaaten der EU in diesen Fragen dieselben strategischen Leitvorstellungen?
Diesen Fragen widmet sich das 14. Genshagener Forum. Im Mittelpunkt stehen drei Politikfelder, die exemplarisch für zentrale Dimensionen europäischer Souveränität stehen: Sicherheitskooperation, Energieversorgung und Gesundheit. Anhand dieser Bereiche soll untersucht werden, mit welchen Partnern die EU künftig verstärkt zusammenarbeiten sollte.
Partner: Fondation pour l’innovation politique; Fondation Jean-Jaurès; Institut français des relations internationales; Forvis Mazars Deutschland
Förderer: Förderverein Stiftung Genshagen; TotalEnergies; Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer (AHK)