Kulturelle Teilhabe: Susanne Keuchel im SR-kultur-Interview

Im Interview mit dem Saarländischen Rundfunk Kultur erläutert Susanne Keuchel, warum kulturelle Teilhabe nicht allein vom Haushaltseinkommen abhängt.
Aug 25, 2026
Bild von einem Mikrofon

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts zu den Ausgaben privater Haushalte für Freizeit, Sport und Kultur zeigen, dass die Ausgaben privater Haushalte für Freizeit, Sport und Kultur bei niedrigen Haushaltseinkommen anteilig deutlich geringer liegen als bei höheren Einkommen. SR kultur sprach in der Sendung „Der Morgen“ am 19.08. mit Susanne Keuchel über die Hintergründe. 

Susanne Keuchel machte im Interview deutlich, dass natürlich das Einkommen eine Rolle für Kulturelle Teilhabe spielt, aber auch, dass es noch weitere wichtige Faktoren gibt, wie das soziale Umfeld und die Familie. Ihrer Aussage nach ist der Umkehrschluss nicht gerechtfertigt, dass Personen mit hohen Einkommen grundsätzlich kulturell aktiv sind und Kultureinrichtungen besuchen. Sie verweist auf die vielfältigen Milieus und Lebensstile in unserer Gesellschaft. Der Besuch von Kultureinrichtungen hänge maßgeblich zusammen mit der sozialen Relevanz, den Personen, denen man glaubt, dort zu begegnen, und einem Grundvertrauen gegenüber den Einrichtungen. In einer liberalen Gesellschaft werden daher zunehmend vielfältige Vernetzungsaktivitäten mit zivilgesellschaftlichen Netzwerken und Beteiligungsprozesse der Mitgestaltung von Themen und Veranstaltungsformaten wichtig. 

Beitrag jetzt anhören

Informationen zum Beitrag: 

Interview zur Statistik: Haushalte geben im Schnitt knapp ein Zehntel ihrer Konsumausgaben für Freizeit, Sport und Kultur aus 

Gespräch mit Prof. Dr. Susanne Keuchel, Geschäftsführende Vorständin der Stiftung Genshagen und Kulturwissenschaftlerin an der Universität Hildesheim 

Moderation: Sonja Marx 

Sendung: SR kultur, Der Morgen, 19.08.2026, 8:40 Uhr