Die Zukunft des transatlantischen Bündnisses: Wie wird Europa erwachsen?
- Rückblick
- Europäischer Dialog
© Villa Vigoni
Datum
1. September - 5. September 2026Ort
Das Kolloquium widmete sich der Zukunft des transatlantischen Bündnisses aus europäischer Perspektive. Die zentrale Prämisse lautete, dass Europa bisher die Rolle eines Unmündigen einnimmt – sei es, weil es wichtige Fähigkeiten und Verantwortungen den USA überlässt; sei es, weil es gar nicht als einheitlicher Akteur auf der internationalen Bühne auftritt. So stellte das Kolloquium die Leitfrage, wie Europa „erwachsen“ wird. Um darauf Antworten zu finden, fand eine offene Auseinandersetzung mit der aktuellen Rolle der USA sowie den Grenzen und Potenzialen Europas statt.
Das Kolloquium vereinte 16 Nachwuchswissenschaftler*innen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Polen und bestand aus mehreren ineinandergreifenden Elementen. Eine Podiumsdiskussion am ersten Arbeitstag setzte den Impuls für die Folgetage. Daran anschließend beleuchteten namhafte Expert*innen in kurzen Vorträgen ausgewählte Aspekte der transatlantischen Beziehungen: So sprach der ehemalige deutsche Diplomat Martin Kobler über den Zustand der internationalen Ordnung. Till van Rahden, Professor an der Universität Montreal, gab einen Einblick in die Herausforderungen für die amerikanische Demokratie während der zweiten Trump-Präsidentschaft und deren Folgen für Europa. Charlotte Lerg, Professorin an der Universität Mannheim, diskutierte die Frage, wie Europa insbesondere im technologischen Bereich seine „Souveränität“ stärken kann.
Als Höhepunkt entwickelten die Teilnehmenden, angeleitet von Francesco Galietti von der Firma Policy Sonar, mehrere Zukunftsszenarien für die transatlantischen Beziehungen.
Partner: Villa Vigoni, Gerda Henkel Stiftung