Unverbunden? Individualisierung, Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten der Transformation
Datum
18. Juni 2026, 11:00 - 19:30Ort
Die individuelle Freiheit ist ein zentrales Gut westlicher Demokratien: Sie sichert individuelle Entfaltung, schützt Minderheiten und fördert Vielfalt. Doch eine zu starke Fokussierung auf persönliche Vorteilsmaximierung kann das Zugehörigkeitsgefühl schwächen. In Zeiten tiefgreifender Umbrüche ist kollektives Handeln entscheidend, um Transformationsprozesse zu bewältigen. Somit stellt sich die Frage nach der richtigen Balance zwischen persönlicher Entfaltung und gesellschaftlicher Verantwortung. Hyperindividualisierung ist dabei ebenso ein Symptom der bröckelnden gesellschaftlichen Kohäsion wie die wachsende Einsamkeit.
Welche Verbindungen gibt es zwischen extremer Individualisierung, Einsamkeit und Verstärkung von Polarisierung, Radikalisierung oder gesellschaftlicher Desintegration? Wie können wir das Gemeinwohl stärken, um lebenswerte Grundlagen für künftige Generationen zu schaffen, ohne individuelle Freiheit zu beschneiden? Welche Rolle können Kunst und Kultur dabei spielen können, gesellschaftliche Verbindungen zu stärken, Dialogräume zu eröffnen und den Zusammenhalt nachhaltig zu fördern?
Mit europäischen Kulturschaffenden, Expert*innen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft möchten wir in Zusammenarbeit mit unserem Partner „Dialogues en humanité“ eine interdisziplinäre und partizipative Debatte zu diesem Thema anregen, bei der der Austausch von Ideen, Erfahrungen und Wissen im Zentrum steht. Hierzu laden wir ein interessiertes Publikum zu einer öffentlichen Konferenz im Rahmen unserer europäischen Reihe Akademie unter Bäumen in den Schlosspark Genshagen ein.
Partner: Dialogues en humanité
Förderer: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb); Nemetschek Stiftung