Verleihung des Franz-Hessel-Preises auf dem Festival du Livre de Paris 2026
Datum
18. April 2026Ort
Stellvertretend für die französische Kulturministerin, Cathérine Pégard und den Staatsminister für Kultur und Medien, Dr. Wolfram Weimer, haben Jérôme Rivoisy, Generalsekretär des Ministère de la Culture und Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Amtschef des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien den Preis verliehen.
Dr. Konrad Schmidt-Werthern sagte in seiner sehr persönlichen Rede: “Literatur gibt dem Fremden eine Sprache und dem Vertrauten eine neue Fremdheit. Große Literatur verändert den Blick. Sie lässt uns die Welt anders sehen als zuvor. Das ist vielleicht das Wichtigste, was Kultur leisten kann. Denn was hier entsteht, zwischen den Sprachen und den Welten, brauchen Deutschland und Frankreich, braucht Europa vielleicht mehr denn je.”
Christoph Peters, der deutsche Preisträger, dessen Roman „Innerstädtischer Tod“ die Jury überzeugte, unterstrich in seiner Danksagung die Notwendigkeit von freier Kunstförderung: „Das heißt im Übrigen auch, dass wir den Raum der Kunst insgesamt als Freiheitsraum, in dem nicht zuletzt das Widerständige, Unangepasste, Radikale seinen Platz hat, unbedingt schützen müssen.“
Auch Laura Vazquez, die für ihren Roman „Les Forces“ ausgezeichnet wurde, unterstrich die Bedeutung des deutsch-französischen Preises: „Dieser Preis hat eine tiefe Bedeutung, denn er drückt etwas Einfaches und doch sehr Seltsames aus: dass dieser Roman, dieses Buch, “Les Forces”, in einer anderen Sprache weiterleben wird.”
Die Stiftung Genshagen und die Villa Gillet vergeben den Franz-Hessel-Preis gemeinsam, er wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Ministère de la Culture finanziert. Der Preis wird alternierend in Deutschland und Frankreich verliehen, in diesem Jahr fand die Preisverleihung zum ersten Mal auf dem Festival du Livre de Paris statt.
Weitere Informationen finden Sie im Dossier zum Franz-Hessel-Preis sowie in zwei Pressemitteilungen vom 07.04.2026 und vom 18.04.2026.
Partner: Villa Gillet (Lyon); Französische Botschaft in Berlin (Bureau du Livre); Leipziger Buchmesse
Förderer: Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien; Ministère de la Culture