VIII. Genshagener Forum für deutsch-französischen Dialog: "Digital 'Made in Europe': Jetzt oder nie?"

Am 13. und 14. Juni fand das VIII. Genshagener Forum für deutsch-französischen Dialog statt. Die Konferenz, ein Projekt der Stiftung Genshagen und des Institut Montaigne, wird seit 2010 gemeinsam durchgeführt. Sie bringt einmal im Jahr annähernd hundert junge französische und deutsche Vertreter verschiedener Fachrichtungen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren zusammen. Auf diese Weise soll ein Netzwerk von französischen und deutschen Entscheidungsträgern unterstützt werden. Das diesjährige Thema lautete „Digital ‚Made in Europe‘ – Jetzt oder nie?“.

Foto: © Stiftung Genshagen | René Arnold

 

Datum

13 Juni 2019 - 14 Juni 2019

Ansprechpartner/in

Marie Augère

Telefon

+49-3378-8059-36

Am 13. und 14. Juni fand das VIII. Genshagener Forum für deutsch-französischen Dialog statt. Die Konferenz, ein Projekt der Stiftung Genshagen und des Institut Montaigne, wird seit 2010 gemeinsam durchgeführt. Sie bringt einmal im Jahr annähernd hundert junge französische und deutsche Vertreter verschiedener Fachrichtungen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren zusammen. Auf diese Weise soll ein Netzwerk von französischen und deutschen Entscheidungsträgern unterstützt werden.

Das diesjährige Thema lautete "Digital 'Made in Europe' - Jetzt oder nie?". Schwerpunkt der Debatte waren die aktuellen Herausforderungen der digitalen Gesellschaft und die Frage nach den Möglichkeiten Europas, ethische Normen und Standards im globalen Rahmen zu definieren. Der Einfluss chinesischer und amerikanischer Unternehmen stellt zunehmend die eigene politische wie wirtschaftliche Souveränität der EU-Mitgliedstaaten in Frage.

Deutschland und Frankreich haben im Vertrag von Aachen neue Ziele im Bereich Digitalisierung definiert; es bleibt allerdings offen, welche Elemente in einer europäischen Digitalisierungsstrategie enthalten sein müssten. Geht es um den Anspruch auf Technologieführerschaft im Verhältnis zu China und den USA oder vielmehr um eine strategische Verflechtung im Bereich Digitalisierung unter den Bedingungen der Globalisierung?

Das Genshagener Forum suchte nach Antworten, indem es in drei unterschiedlichen Workshops Themenschwerpunkte setzte: die Regulierung als Schlüssel einer europäischen Digitalstrategie, die Zukunft von Arbeitsprozessen und Wertschöpfungsketten sowie das Humankapital in Zeiten der Künstlichen Intelligenz. Am diesjährigen Forum nahmen 85 deutsche und französische Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Medien teil.

Die Diskussion wurde durch spannende Beiträge folgender Persönlichkeiten angeregt: Serge Abiteboul (ARCEP/INRIA), Annegret Bendiek (Stiftung Wissenschaft und Politik), Martin Henrik Baier (Siemens AG), Christoph Busch (Universität Osnabrück), José Cotta (Europäische Kommission), Paul-Jasper Dittrich (Jacques Delors Institut), Marc Fargeas (Malakoff Médéric), Jean-François Fogel (Sciences Po), Andreas Gebhard (re:publica), Ulrike Heindl (OnePoint), Stefan Heumann (Stiftung Neue Verantwortung), Katharina Hölzle (Universität Potsdam), Sébastien Massart (Dassault Systèmes), Guy Maugis (AHK Frankreich), Jürgen Neyer (Viadrina Frankfurt/Oder), Jean-Christophe Ploquin (La Croix), Iris Plöger (BDI), Laure de la Raudière (Agir, la droite constructive), Bernhard Rohleder (Bitkom), Anna Sauerbrey (Der Tagesspiegel), Angela Stanzel (Institut Montaigne), Matthias Spielkamp (AlgorithmWatch) und Benoît Thieulin (Ehemaliger Leiter des französischen Nationalen Digitalrats).

Tagungsbericht und Abschlusspapiere

Einen ausführlichen Tagungsbericht finden Sie

fileadmin/Dateien/2019_Dateien/ED/190613_Genshagener_Forum/berichte/Genshagener_Forum_2019_-_Tagungbericht_web.pdf

hier. Des Weiteren haben die drei Rapporteure, Christoph Busch, Katharina Hölzle und Marc Fargeas nach dem Forum folgende Abschlusspapiere verfasst:

Christoph Busch: The Power of Regulation: The Key to a European Strategy for the Digital Economy?

Katharina Hölzle: A European Narrative for a digital world

Marc Fargeas: Humankapital in Zeiten der Künstlichen Intelligenz: Wie kann ein inklusiver Übergang gestaltet werden? (Übersetzung)

Partner: Institut Montaigne, Tönissteiner Kreis, Deutsch-Französischer Zukunftsdialog, Deutsch-Französischer Campus von Sciences Po

Förderer: Auswärtiges Amt, Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer