Schriftsteller-Residenz mit der Autorin Maryja Martysevich und dem Autor Uladzimir Lobach aus Belarus

Vom 2. bis zum 13. August 2021 waren die Autorin Maryja Martysevich und der Autor Uladzimir Lobach aus Belarus bei einer Schriftsteller-Residenz in der Stiftung Genshagen zu Gast. Sie haben an ihren literarischen Texten gearbeitet und bei einer Online-Diskussion über ihre aktuelle Arbeit und die Literatur in Belarus gesprochen.

Datum

2. August 2021 - 13. August 2021

Ansprechpartner/in

Charlotte Stolz

Telefon

+49-3378-8059-59
  • Foto © Alena Kazlova

Vom 2. bis zum 13. August 2021 waren die Autorin Maryja Martysevich und der Autor Uladzimir Lobach aus Belarus bei einer Schriftsteller-Residenz in der Stiftung Genshagen zu Gast. Sie haben an ihren literarischen Texten gearbeitet und bei einer Online-Diskussion über ihre aktuelle Arbeit und die Literatur in Belarus gesprochen.

Maryja Martysevich, geboren 1982 in Minsk, ist eine belarussische Dichterin, Schriftstellerin und literarische Übersetzerin aus dem Tschechischen, Englischen, Polnischen und Ukrainischen. Sie arbeitet bei verschiedenen Kulturprojekten mit und ist Organisatorin literarischer Veranstaltungen. Seit 2017 leitet sie die unabhängige Buchreihe „Amerykanka“. Seit 2019 ist sie die 3. Vizepräsidentin des belarussischen PEN-Zentrums. Sie veröffentlichte vier Bücher: „Cmoki latuć na nierast: ese ŭ vieršach i prozie“ (Drachen fliegen fort zum Laichen: Essays in Poesie & Prosa) 2008, „Ambasada: vieršy svaje i čužyja“ (Die Botschaft: Eigene und geliehene Poesie) 2011, „Sarmatyja“ (Sarmatia) 2018 und „Jak pazbycca Mamatuta“ (Wie man Mamis ausschaltet) 2020. Im Jahr 2019 erhielt sie zwei Literaturpreise für ihr Buch „Sarmatyja“. Maryja Martysevič lebt in Minsk.

Uladzimir Lobach, geboren 1972 in Nawapolazk, Belarus, ist ein belarussischer Ethnograph, Anthropologe, promovierter Historiker und Dichter. Seit 1995 leitet er ethnographische Feldstudien im nördlichen Belarus. Er ist Autor von fünf wissenschaftlichen Büchern über Ethnosemiotik, Mythologie der Landschaft, historische Kulturlandschaften, Kulturheiligtümer, Volksheilkunde in Belarus und Ethnostereotypen. Zudem ist er Autor des Gedichtbandes „ULASLOVY“ (2011). Von 1994 bis 2021 war er Dozent an der der Staatlichen Universität Polazk. Im April 2021 wurde er aus politischen Gründen entlassen. Lobach lebt in Polazk, Belarus.

Die Online-Diskussion wurde aufgezeichnet und wird demnächst auf der Website der Stiftung Genshagen und der unseres Kooperationspartners, der Fundacja Pogranicze in Sejny (Polen), veröffentlicht. Die Stipendiaten sind anschließend zum Internationalen Zentrum für Dialog, dem ehemaligen Herrenhaus von Czesław Miłosz, nach Krasnogruda (Polen) gereist, wo sie ebenfalls zu Diskussionen eingeladen sind.

Partner: Fundacja Pogranicze, Literarisches Colloquium Berlin
Förderer: Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Kontakt: Charlotte Stolz